Bionik sorgt im ContiSportContact 2 für Höchstleistungen
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05.02.2001 Mischung und Kontur von der Natur abgeschaut Hannover / Barcelona, im Februar 2001. Wieder haben die Reifenentwickler von Continental wichtige Aspekte des neuen Sportreifens ContiSportContact 2 der Natur abgeschaut: Sowohl die neue, extrem leistungsfähige Mischung der Lauffläche als auch seine bionische Kontur orientieren sich an Vorbildern aus der Natur. Erstmals konnte nun die Funktionsweise des Spinnenetzes, das dehnungsfreudig und stabil zugleich ist, bei der Mischungs-Konzeption eines Reifens genutzt werden. Bei der Reifenkontur stand als Vorbild aus der Natur die Katzenpfote Pate. Moderne Sportwagen und Fahrzeuge der Oberklasse glänzen durch hohe Motorleistung und ausgefeilte Fahrwerkkomponenten wie ABS, ESP und ASR. Doch ihre Leistung geben sie über eine Aufstandsfläche an den Untergrund weiter, die der Größe von vier Postkarten entspricht. Die Reifenentwickler üben sich daher in der Kunst, die Kraftübertragung über diese vier kleinen Flächen immer weiter zu optimieren und an bestehende sowie in Planung befindliche Fahrzeuge anzupassen. Continental stellt nun mit dem neuen ContiSportContact 2 einen Sportreifen vor, dessen Entwicklung auf den neuesten Erkenntnissen fußt und der für die bestehende und die kommende Palette von Hochleistungsfahrzeugen ausgelegt ist. "Jede der postkartengroßen Bodenaufstandsflächen, auf denen ein leistungsstarkes Fahrzeug steht, muss häufig gut 147 kw (200 PS) beim Beschleunigen und 7.800 Newtonmeter an Bremskräften übertragen, berichtet Geert Roik, Leiter der Pkw-Reifenentwicklung bei Continental. Um diese hohen Belastungen sicher auf die Straße zu bringen, müssen die Kontaktflächen, auf denen der Wagen steht, optimal gestaltet sein." Der ContiSportContact 2: Von Katzenpfoten und Spinnennetzen Um die Kraftverteilung des Reifens auf der Straße möglichst optimal zu gestalten, haben sich die Reifenentwickler von Continental wieder an Beispielen aus der Natur orientiert: Bei der Reifenkontur wurde das vom ContiPremiumContact bekannte Vorbild der Katzenpfote aufgegriffen und mit Hilfe von umfangreichen Versuchen weiterentwickelt. Die Katzenpfote nacht sich beim Bremsen breit und überträgt daher mehr Kraft auf den Untergrund als beim normalen Laufen. Mit Hilfe eines neuartigen Verfahrens, des AMC (Advanced Mould Contour), konnte diese Eigenschaft auf den Reifen übertragen werden: Der ContiSportContact 2 macht sich beim Bremsen überproportional breit und bringt so mehr Gummi auf den Asphalt das wiederum verringert den Bremsweg. "Die Wirkung der Aufstandsfläche des Reifens auf dem Asphalt nennen Fachleute den Makrokontakt, erläutert Geert Roik. Durch das AMC-Verfahren konnten wir diesen entscheidend verbessern. Doch die Verzahnung des Reifens mit dem Untergrund ist eine andere Sache: Diese Eigenschaft, Mikrokontakt genannt, birgt einen Zielkonflikt in sich, der bislang schwer zu überwinden war. Um einen möglichst guten Mikrokontakt zu gewährleisten und höchste Verzahnung zu erreichen, ist eine anpassungsfähige Reifenmischung mit flexiblen Netzwerken notwendig. Dieses Verfahren hat jedoch einen Nachteil: Die für Hochleistungsfahrzeuge wichtige Lenkpräzision und die Handlingeigenschaften werden verschlechtert. Um dieses Problem zu lösen, haben wir uns wie bei der Kontur eines Beispiels aus der Natur bedient: Hier hat das Spinnennetz Pate gestanden." Das Spinnennetz ist eine der flexibelsten Konstruktionen in der Natur: Die von außen ins Zentrum des Netzes führenden Strukturfäden sorgen für hohe Stabilität, während die rundum laufenden Fangfäden für die nötige Flexibilität sorgen. Auf einen Reifen übertragen heißt das, dass die Reifenmischung aus zwei präzis aufeinander abgestimmten Netzwerken besteht, die auch verschiedene Aufgaben haben. Das flexible Netzwerk sorgt im Mikrobereich für hohe Verzahnung mit dem Untergrund und erlaubt damit optimale Kraftübertragung beim Kurvenfahren, Beschleunigen und Bremsen. Das feste Netzwerk stellt die notwendige Steifigkeit für Handlingeigenschaften und Fahrpräzision sicher. "Möglich wird diese Lösung, die wir BiNet (Bionic Net) nennen, durch die Chemie, erläutert Geert Roik. Während das eine Netzwerk durch herkömmliche Schwefelbrücken gebildet wird, hat das zweite Netzwerk mitdenkende Bindeglieder, die nur an der Reifenoberfläche unter starken Kraft- und Temperatureinwirkungen hohe Flexibilität zeigen wie etwa beim Bremsen. Damit wird eine perfekte Haftung des Reifens auf der Fahrbahn hergestellt." Bremsen, Anfahren, Kurvenstabilität und Wasserableitung: Das Profil machts Angepasst an die neuartige Mischung erhielt der ContiSportContact 2 ein asymmetrisches, nicht laufrichtungsgebundenes Bänderprofil, das höchste Anforderungen meistert. Diese steife Profilgestaltung sorgt für optimalen Kontakt mit der Straße, so dass die Antriebs- und Bremskräfte gut übertragen werden können. So bremst der ContiSportContact 2 auf nasser Straße um 13 Prozent besser als sein erfolgreiches Vorgängermodell. Außer besten Grip zu liefern, soll ein Reifen auch vor Aquaplaning schützen. Der ContiSportContact 2 bietet hier Sicherheit durch drei unterschiedliche Maßnahmen. Während die bionische Kontur für eine relativ schmale, runde Aufstandsfläche sorgt, nehmen seine extra breiten, umlaufenden Rillen zwischen den Profilbändern das Wasser schnell auf. Dies sorgt für höchstmöglichen Bodenkontakt beim Geradeausfahren auf nassen Straßen. Doch auch beim Kurvenfahren droht Aquaplaning. Hier sorgen die verformungssteifen Schulterrillen mit ihrem hohen Negativanteil für die schnelle Wasserableitung und vermindern damit das Risiko, auf dem Wasserfilm aufzuschwimmen. Der ContiSportContact 2 übertrifft dank dieser Maßnahmen den ContiSportContact in allen Disziplinen. So ist er beim Bremsen auf nasser Straße um 11 Prozent besser als sein Vorgänger, und im Handling sowie beim Trockenbremsen schlägt er sein Vorgängermodell um fünf beziehungsweise vier Prozent. Bemerkenswert ist auch der Fortschritt in Sachen Aquaplaningvorsorge, der den Entwicklern bei Continental gelang: Hier ist der ContiSportContact 2 um acht Prozent besser als sein erfolgreicher Vorgänger. |
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Markus Burgdorf
Leiter Öffentlichkeitsarbeit Reifen Telefon: 0511/ 938 1366 Fax: 0511/ 938 1449 E-mail: presseabteilung@conti.de |