Hier können Sie sich die Grafik "Umsatz und EBIT (berichtet)" herunterladen oder bestellen.
Roulunds trug (ab Mai 2006) mit 29,8 Mio Euro und das Automobilelektronik-Geschäft von Motorola (ab Juli 2006) mit 262,1 Mio Euro zum Umsatz bei. Gegenläufig wirkte sich der Wegfall des Umsatzes der Geschäftsbereiche Sealing Systems, Stankiewicz und der nordamerikanischen Off-the-Road-Reifen (OTR)-Aktivitäten aus. Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen erhöhte sich der Konzernumsatz um 5,6 %.
Das operative Konzernergebnis (EBIT) reduzierte sich um 1,8 % auf 1.116,1 (Vj. 1.136,0) Mio Euro und die Umsatzrendite auf 10,2 % (Vj. 11,1 %). Roulunds trug mit 1,9 Mio Euro und das Automobilelektronik-Geschäft von Motorola mit 2,6 Mio Euro zum EBIT bei. Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Einmaleffekte ergibt sich eine Verbesserung des EBIT um 108,9 Mio Euro bzw. 10,1 %. Ohne Berücksichtigung des Automobilelektronik-Geschäfts von Motorola beträgt die Umsatzrendite 10,4 %. Das Konzernergebnis den Anteilseignern zuzurechnen reduzierte sich um 10,2 % auf 658,5 (Vj. 733,0) Mio Euro und das Ergebnis pro Aktie auf 4,51 Euro (Vj. 5,04 Euro).
Die während der ersten neun Monate gestiegenen Preise für Rohstoffe belasteten das operative Konzernergebnis (EBIT) mit rund 232 Mio Euro im Vergleich zu den Preisen der ersten neun Monate 2005.
Continental-Finanzvorstand Dr. Alan Hippe verwies zur Beurteilung der operativen Entwicklung angesichts zahlreicher Einmal- und Konsolidierungseffekte auf bereinigte Daten: „Durch Konsolidierungs- und Einmaleffekte haben wir in den ersten drei Quartalen 2005 unter dem Strich positive Einflüsse von 61,7 Mio Euro verzeichnet, dem stehen in den ersten neun Monaten dieses Jahres unter dem Strich negative Einflüsse von 67,1 Millionen Euro gegenüber. Bereinigt haben wir nach drei Quartalen 2005 ein EBIT von 1.074,3 Mio Euro erzielt und nach drei Quartalen in diesem Jahr ein EBIT von 1.183,2 Mio Euro verbucht. Insofern haben wir uns um 108,9 Mio Euro in den ersten drei Quartalen gegenüber dem Vorjahr verbessert. Betrachten wir das dritte Quartal 2005, so gab es durch Konsolidierungs- und Einmaleffekte unter dem Strich positive Einflüsse von 36,1 Mio Euro. Im dritten Quartal dieses Jahres dagegen hatten wir negative Einflüsse von 16,2 Mio Euro. Bereinigt ergibt sich im dritten Quartal 2005 ein EBIT von 414,2 Mio Euro, im dritten Quartal 2006 waren es 410,3 Mio Euro.“
Die Nettofinanzschulden stiegen gegenüber dem Jahresende 2005 um 1.087,6 Mio Euro und im Vergleich zum 30. September 2005 um 449,7 Mio Euro auf 1.580,8 Mio Euro. Dadurch erhöhte sich die Gearing Ratio im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 36,6 % (Vj. 31,5 %). Einflussfaktoren waren dabei unter anderem die Kaufpreiszahlung in Höhe von 689,4 Mio Euro für den Erwerb des Automobilelektronik-Geschäfts von Motorola (vor dem Kauf der Aktivitäten in China) sowie Einzahlungen für die Vorfinanzierung von Altersvorsorgeleistungen in Höhe von 300,0 Mio in den Continental Pension Trust (CTA).
Der Aufwand für Forschung und Entwicklung erhöhte sich im Vergleich zum 30. September 2005 um 14,1 % auf 502,5 (Vj. 440,4) Mio Euro und entspricht 4,6% vom Umsatz (Vj. 4,3 %). Während der ersten neun Monate 2006 wurden 530,1 (Vj. 584,1) Mio Euro in Sachanlagen und Software investiert, das entspricht einer Investitionsquote von 4,8 % (Vj. 5,7 %). Zum Ende des dritten Quartals 2006 beschäftigte Continental 84.561 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das entspricht einem Anstieg um 4.712 Personen im Vergleich zum Jahresende 2005.
Die Division Automotive Systems steigerte den Umsatz während der ersten neun Monate 2006 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,3 % auf 4.401,3 (Vj. 3.919,5) Mio Euro. Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 5,3 %. Die Division erhöhte das operative Ergebnis um 6,6 % auf 474,3 (Vj. 445,1) Mio Euro. Die Umsatzrendite reduzierte sich auf 10,8 % (Vj. 11,4 %). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Einmaleffekte ergibt sich eine Verbesserung des EBIT um 54,4 Mio Euro bzw. 12,4 %.
Die Division Pkw-Reifen erhöhte den Umsatz während der ersten neun Monate 2006 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,5 % auf 3.392,8 (Vj. 3.215,6) Mio Euro. Bereinigt um Währungskursveränderungen beträgt der Anstieg 4,6 %. In der NAFTA-Region erhöhte sich im Ersatzgeschäft der Umsatz deutlich und führte – bereinigt um Einmaleffekte – zu einer Verbesserung des EBIT. Aufgrund von Einmaleffekten verzeichnete die Division einen Rückgang des operativen Ergebnisses um 32,4 % auf 325,0 (Vj. 480,8) Mio Euro und der Umsatzrendite auf 9,6 % (Vj. 15,0 %). Bereinigt um Einmaleffekte ergibt sich eine Verbesserung des EBIT um 8,8 Mio Euro bzw. 2,2 % – trotz der Preissteigerungen für Rohmaterialien.
Die Division Nutzfahrzeugreifen erzielte einen Umsatzanstieg während der ersten neun Monate 2006 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,8 % auf 1.087,5 (Vj. 1.008,8) Mio Euro. Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Umsatzanstieg um 9,0 %. Die Division verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergebnisses um 23,8 % auf 86,6 (Vj. 113,7) Mio Euro – vor allem durch Rohmaterialpreissteigerungen bedingt. Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Einmaleffekte ergibt sich eine Verringerung des EBIT um 9,6 Mio Euro bzw. 12,4 %.
Die Division ContiTech verzeichnete einen Umsatzrückgang während der ersten neun Monate 2006 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,7 % auf 2.163,7 (Vj. 2.178,9) Mio Euro. Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen – vor allem durch den Umsatz (132,0 Mio Euro) des Geschäftsbereichs Stankiewicz für das zweite und dritte Quartal 2005 – beträgt der Anstieg 6,7%. ContiTech steigerte das operative Ergebnis um 103,4 % auf 248,4 (Vj. 122,1) Mio Euro und die Umsatzrendite auf 11,5 % (Vj. 5,6 %). Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Einmaleffekte ergibt sich eine Verbesserung des EBIT um 47,8 Mio Euro bzw. 24,9 %.
Der Continental-Konzern ist ein führender Automobilzulieferer und Anbieter für Bremssysteme, Fahrwerkkomponenten, Fahrzeugelektronik, Reifen und Technische Elastomere. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2005 einen Umsatz von 13,8 Milliarden Euro und beschäftigt derzeit weltweit rund 85.000 Mitarbeiter.