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Continental AG bestätigt Ausblick: Umsatz und operatives Ergebnis 2006 werden über Vorjahresdaten liegen

01.11.2006 Automobilzulieferer legt nach neun Monaten beim Umsatz klar zu

– Bereinigtes opera­tives Ergebnis trotz massiver Kostenbelastung durch Rohstoffpreisentwicklung zweistellig im Plus

– Einmaleffekte beeinflussen Quartalsergebnis

Hannover, 01. November 2006. Die Continental AG, Hannover, bestätigt nach Ablauf von drei Quartalen ihren Ausblick für das gesamte Jahr 2006: „Wir haben uns in einem schwierigen Umfeld gut geschlagen und werden bei Umsatz und operativem Ergebnis wie angekündigt über den Rekordwerten des Vorjahres liegen“, betonte der Vorstandsvorsitzende Manfred Wennemer am Mittwoch in Hannover. Er wies bei Vorlage des Zwischenberichts insbesondere darauf hin, dass der internationale Automobilzulieferer das bereinigte operative Ergebnis nach neun Monaten gegenüber dem Vergleichszeitraum 2005 um 10,1 % auf 1.183,2 Mio Euro gesteigert hat. „In unserer Industrie ist der Blick auf Quartalszahlen grundsätzlich wenig sinn­voll. Dennoch zeigt auch das dritte Quartal 2006, dass wir beim bereinigten operativen Ergeb­nis mit 410,3 Mio Euro die bereinigten Vorjahresdaten fast erreicht haben. Dies halten wir angesichts der Rohstoffkostenbelastung, die in diesem Quartal ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte, sowie der Produktionskürzungen großer Kunden in den USA für bemer­kenswert, denn vor einem Jahr haben wir unser bestes Quartalsergebnis überhaupt verbucht.“

Der Konzernumsatz stieg während der ersten neun Monate 2006 im Vergleich zum Vorjah­reszeitraum um 6,9 % auf 10.945,3 (Vj. 10.240,9) Mio Euro.

  • Hier können Sie sich die Grafik "Umsatz und EBIT (berichtet)" herunterladen oder bestellen.

    Roulunds trug (ab Mai 2006) mit 29,8 Mio Euro und das Automobilelektronik-Geschäft von Motorola (ab Juli 2006) mit 262,1 Mio Euro zum Umsatz bei. Gegenläufig wirkte sich der Wegfall des Umsatzes der Geschäftsbereiche Sealing Systems, Stankiewicz und der nord­amerikanischen Off-the-Road-Reifen (OTR)-Aktivitäten aus. Bereinigt um Konsolidierungs­kreis- und Währungskursveränderungen erhöhte sich der Konzernumsatz um 5,6 %.

    Das operative Konzernergebnis (EBIT) reduzierte sich um 1,8 % auf 1.116,1 (Vj. 1.136,0) Mio Euro und die Umsatzrendite auf 10,2 % (Vj. 11,1 %). Roulunds trug mit 1,9 Mio Euro und das Automobilelektronik-Geschäft von Motorola mit 2,6 Mio Euro zum EBIT bei. Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Einmaleffekte ergibt sich eine Verbesserung des EBIT um 108,9 Mio Euro bzw. 10,1 %. Ohne Berücksichtigung des Automobilelektronik-Geschäfts von Moto­rola beträgt die Umsatzrendite 10,4 %. Das Konzernergebnis den Anteilseignern zuzu­rechnen reduzierte sich um 10,2 % auf 658,5 (Vj. 733,0) Mio Euro und das Ergebnis pro Aktie auf 4,51 Euro (Vj. 5,04 Euro).

    Die während der ersten neun Monate gestiegenen Preise für Rohstoffe belasteten das ope­rative Konzernergebnis (EBIT) mit rund 232 Mio Euro im Vergleich zu den Preisen der ersten neun Monate 2005.

    Continental-Finanzvorstand Dr. Alan Hippe verwies zur Beurteilung der operativen Entwick­lung angesichts zahlreicher Einmal- und Konsolidierungseffekte auf bereinigte Daten: „Durch Konsolidierungs- und Einmaleffekte haben wir in den ersten drei Quartalen 2005 unter dem Strich positive Einflüsse von 61,7 Mio Euro verzeichnet, dem stehen in den ersten neun Mo­naten dieses Jahres unter dem Strich negative Einflüsse von 67,1 Millionen Euro gegenüber. Bereinigt haben wir nach drei Quartalen 2005 ein EBIT von 1.074,3 Mio Euro erzielt und nach drei Quartalen in diesem Jahr ein EBIT von 1.183,2 Mio Euro verbucht. Insofern haben wir uns um 108,9 Mio Euro in den ersten drei Quartalen gegenüber dem Vorjahr verbessert. Betrachten wir das dritte Quartal 2005, so gab es durch Konsolidierungs- und Einmaleffekte unter dem Strich positive Einflüsse von 36,1 Mio Euro. Im dritten Quartal dieses Jahres da­gegen hatten wir negative Einflüsse von 16,2 Mio Euro. Bereinigt ergibt sich im dritten Quartal 2005 ein EBIT von 414,2 Mio Euro, im dritten Quartal 2006 waren es 410,3 Mio Euro.“

    Die Nettofinanzschulden stiegen gegenüber dem Jahresende 2005 um 1.087,6 Mio Euro und im Vergleich zum 30. September 2005 um 449,7 Mio Euro auf 1.580,8 Mio Euro. Da­durch erhöhte sich die Gearing Ratio im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 36,6 % (Vj. 31,5 %). Einflussfaktoren waren dabei unter anderem die Kaufpreiszahlung in Höhe von 689,4 Mio Euro für den Erwerb des Automobilelektronik-Geschäfts von Motorola (vor dem Kauf der Aktivitäten in China) sowie Einzahlungen für die Vorfinanzierung von Altersvorsor­geleistungen in Höhe von 300,0 Mio in den Continental Pension Trust (CTA).

    Der Aufwand für Forschung und Entwicklung erhöhte sich im Vergleich zum 30. Septem­ber 2005 um 14,1 % auf 502,5 (Vj. 440,4) Mio Euro und entspricht 4,6% vom Umsatz (Vj. 4,3 %). Während der ersten neun Monate 2006 wurden 530,1 (Vj. 584,1) Mio Euro in Sachanla­gen und Software investiert, das entspricht einer Investitionsquote von 4,8 % (Vj. 5,7 %). Zum Ende des dritten Quartals 2006 beschäftigte Continental 84.561 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das entspricht einem Anstieg um 4.712 Personen im Vergleich zum Jahresende 2005.

    Die Division Automotive Systems steigerte den Umsatz während der ersten neun Monate 2006 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,3 % auf 4.401,3 (Vj. 3.919,5) Mio Euro. Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Anstieg um 5,3 %. Die Division erhöhte das operative Ergebnis um 6,6 % auf 474,3 (Vj. 445,1) Mio Euro. Die Umsatzrendite reduzierte sich auf 10,8 % (Vj. 11,4 %). Bereinigt um Konsolidie­rungskreis- und Einmaleffekte ergibt sich eine Verbesserung des EBIT um 54,4 Mio Euro bzw. 12,4 %.

    Die Division Pkw-Reifen erhöhte den Umsatz während der ersten neun Monate 2006 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,5 % auf 3.392,8 (Vj. 3.215,6) Mio Euro. Bereinigt um Währungskursveränderungen beträgt der Anstieg 4,6 %. In der NAFTA-Region erhöhte sich im Ersatzgeschäft der Umsatz deutlich und führte – bereinigt um Einmaleffekte – zu einer Verbesserung des EBIT. Aufgrund von Einmaleffekten verzeichnete die Division einen Rück­gang des operativen Ergebnisses um 32,4 % auf 325,0 (Vj. 480,8) Mio Euro und der Umsatz­rendite auf 9,6 % (Vj. 15,0 %). Bereinigt um Einmaleffekte ergibt sich eine Verbesserung des EBIT um 8,8 Mio Euro bzw. 2,2 % – trotz der Preissteigerungen für Rohmaterialien.

    Die Division Nutzfahrzeugreifen erzielte einen Umsatzanstieg während der ersten neun Monate 2006 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,8 % auf 1.087,5 (Vj. 1.008,8) Mio Euro. Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen ergibt sich ein Umsatzanstieg um 9,0 %. Die Division verzeichnete einen Rückgang des operativen Ergeb­nisses um 23,8 % auf 86,6 (Vj. 113,7) Mio Euro – vor allem durch Rohmaterialpreissteige­rungen bedingt. Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Einmaleffekte ergibt sich eine Ver­ringerung des EBIT um 9,6 Mio Euro bzw. 12,4 %.

    Die Division ContiTech verzeichnete einen Umsatzrückgang während der ersten neun Mo­nate 2006 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,7 % auf 2.163,7 (Vj. 2.178,9) Mio Euro. Bereinigt um Konsolidierungskreis- und Währungskursveränderungen – vor allem durch den Umsatz (132,0 Mio Euro) des Geschäftsbereichs Stankiewicz für das zweite und dritte Quartal 2005 – beträgt der Anstieg 6,7%. ContiTech steigerte das operative Ergebnis um 103,4 % auf 248,4 (Vj. 122,1) Mio Euro und die Umsatzrendite auf 11,5 % (Vj. 5,6 %). Berei­nigt um Konsolidierungskreis- und Einmaleffekte ergibt sich eine Verbesserung des EBIT um 47,8 Mio Euro bzw. 24,9 %.

    Der Continental-Konzern ist ein führender Automobilzulieferer und Anbieter für Bremssysteme, Fahrwerkkomponenten, Fahrzeugelektronik, Reifen und Technische Elastomere. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2005 einen Umsatz von 13,8 Milliarden Euro und beschäftigt derzeit weltweit rund 85.000 Mitarbeiter.

  • Hier können Sie die Grafik "Umsatz und EBIT (bereinigt)" herunterladen oder bestellen.

Dr. Heimo Prokop
Leiter Unternehmenskommunikation 
Continental AG  
Vahrenwalder Straße 9, 30165 Hannover  
Telefon: 0511 938-1485, Fax: -1055     
E-Mail: prkonzern@conti.de
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Hannes Boekhoff
Leiter Presse
Continental AG
Vahrenwalder Straße 9, 30165 Hannover
Telefon: 0511 938-1278, Fax: -1055
E-Mail: prkonzern@conti.de