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Eine weitere Verwertungsmöglichkeit, die zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist die stoffliche Verwertung in Form von zerkleinerten Reifen. In aller Regel werden während des Zerkleinerungsprozesses die Stahl- und Textilbestandteile entfernt und getrennt verwertet. Das reine Gummigranulat kann dann beispielsweise zur Herstellung von Platten zum Bautenschutz (Isolierung, Abdichtung) eingesetzt werden. Als Feingranulat findet es auch als elastisches Einstreumaterial auf Kunstrasen-Sportplätzen Verwendung. Noch feineres Material, wie Gummimehl, kann im Straßenbau z. B. in einer geräuschmindernden Asphaltdeckschicht eingesetzt werden. Die Reifen-Runderneuerung ist insbesondere bei Lkw-Reifen sehr verbreitet. Geeignete Reifen werden nach vorheriger sorgfältiger Prüfung mit einer neuen Lauffläche versehen. Qualitätsrunderneuerungen bieten in bestimmten Einsatzbereichen eine preiswerte Alternative zu Neureifen, verlängern das Reifenleben und tragen zum Ressourcenschutz bei. In proaktiver Wahrnehmung der Produktverantwortung ist es der Reifenindustrie gelungen, die Verwertungsquote für Altreifen in Europa (EU27) im Jahr 2007 auf 94 % zu steigern. Vergleichbare Erfolge wurden in Japan und den USA erzielt. In Deutschland wurde bereits 2006 eine Verwertungsquote von 100 % erreicht. So besitzt die Altreifenverwertung hierzulande im Vergleich mit anderen bekannten Abfällen eine herausragende Stellung. Bei Altpapier sind es etwa 90 %, bei Glas 80 %, bei Aluminium 77 % und bei Stahl 76 %.
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