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Die demografische Entwicklung in den westlichen Industrienationen wird in den kommenden Jahren erhebliche Herausforderungen an die Unternehmen stellen. Die Gruppe der älteren Arbeitnehmer wird sich vergrößern – insbesondere in unseren Fabriken. Wir gehen davon aus, dass sich allein in Deutschland die Anzahl der älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Fertigungsstätten von 2005 bis zum Jahr 2015 verdreifachen wird. Um dieser Veränderung Rechnung zu tragen, haben wir 2005 mit unserem „Demografie-Programm“ ein umfassendes Konzept entwickelt. Hierfür sind wir 2010 von einer Initiative der Apriori - business solutions AG mit dem FOKUS-50plus-Award geehrt worden. Die Initiative zeichnet diejenigen Unternehmen aus, die sich mit den Folgen einer immer älter werdenden Gesellschaft in der Arbeitswelt aktiv auseinandersetzen. Continental erhielt den Preis insbesondere für das deutschlandweite Ergonomieprojekt. Im Rahmen dessen ist es uns von 2005 bis 2010 gelungen, den Anteil sogenannter altersstabiler Arbeitsplätze in der Produktion maßgeblich zu erhöhen. Insgesamt wurden dabei mehr als 25.000 Arbeitsplätze bewertet. Vier Aspekte stehen im Fokus unserer Aktivitäten: - die Arbeitsplatzgestaltung,
- die Gesunderhaltung für den längeren Arbeitseinsatz,
- gezielte Qualifizierungsmaßnahmen,
- die Motivation für ein längeres Berufsleben.
Im Bereich Arbeitsplatzgestaltung messen wir mittels eines ergonomischen Bewertungswerkzeugs die „Altersstabilität“ unserer Produktionsarbeitsplätze. Bei einer Abweichung der Sollvorgabe von 30 % altersstabiler Arbeitsplätze, die wir für unsere Fertigungsstätten als Minimum ansetzen, kommen gezielte Maßnahmen zum Einsatz. So schaffen wir Arbeitsplätze für ältere Beschäftigte, indem wir beispielsweise die Arbeitsplatz-Ergonomie als präventiven Ansatz zur Gesunderhaltung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbessern. Eine Vielzahl von Aktivitäten zur systematischen Gesundheitsförderung in den Werken zielt auf die Prävention der mit fortschreitendem Alter zu erwartenden Zunahme von Erkrankungen ab. Diese Initiativen sollen vor allem ein gesundheitsbewusstes Verhalten fördern. Ergänzend dazu werden Programme zur Krebsvorsorge, Impfaktionen und Bewegungsprogramme angeboten. Lebenslanges Lernen stellt in Zeiten des demografischen Wandels eine besondere Herausforderung dar. Die Personalabteilungen gehen deshalb in Zusammenarbeit mit den Fachabteilungen die Weiterqualifizierung der Mitarbeiter gezielt mit individuellen, maßgeschneiderten Programmen an. Unsere Führungskräfte haben einen zentralen Einfluss auf den Erhalt und die Förderung der Gesundheit der Mitarbeiter. Sie beeinflussen sowohl die Gestaltung des Arbeitsplatzes und des Arbeitsumfelds als auch das Arbeitsklima. Um die Motivation und die Leistungsbereitschaft der Beschäftigten zu erhalten bzw. zu erhöhen, richten wir uns mit Workshops direkt an unsere Führungskräfte. Beispielsweise mit dem Seminar „gesundes Führen“, das Themen wie Lernen, Stressbewältigung, seelische Erkrankungen, den Umgang mit Restrukturierungen und Unsicherheit sowie Wertschätzung als Treiber für Motivation beinhaltet. Nach den positiven Erfahrungen in Deutschland beginnen wir jetzt schrittweise, dieses vielschichtige Demografie-Programm in Ländern mit ähnlicher Altersstruktur auszurollen. Ziel aller Maßnahmen ist es, auch unsere älteren Mitarbeiter in die Lage zu versetzen, mit gewohnt hoher Leistung zu ihrem persönlichen und zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beitragen zu können.
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