Zins- und Währungsrisiken,
Risiken aus Finanzinstrumenten
Risiken aus Finanzinstrumenten
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Die internationale Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten führt zu Lieferungs- und Zahlungsströmen in unterschiedlichen Währungen. Daraus leitet sich ein Verlustrisiko ab, denn Vermögenswerte, die in einer Währung mit sinkendem Wechselkurs notiert sind, verlieren an Wert. Parallel dazu verteuern sich Verbindlichkeiten in einer Währung mit steigendem Wechselkurs. Das Netto-Exposure, das sich im Wesentlichen aus der Saldierung der Exporte mit den Importen in den einzelnen Währungen ergibt, wird bei Continental regelmäßig erfasst und bewertet. Wir praktizieren schon seit mehreren Jahren den „Natural-Hedge“-Gedanken zur Reduzierung des Währungskursrisikos. Sein Ziel: Der Saldo zwischen Einnahmen und Ausgaben in einer bestimmten Währung und damit auch die Auswirkung einer Kursschwankung gegenüber dem Euro soll möglichst gering gehalten werden. Darüber hinaus beobachten und analysieren wir die erwartete Entwicklung der Devisenkurse. Wechselkursrisiken werden gegebenenfalls mit geeigneten Finanzinstrumenten abgesichert. Im Rahmen dieses Währungsmanagements sind enge Grenzen für offene Positionen gesetzt. Sie schränken das Risiko aus dem Abschluss von Sicherungsgeschäften stark ein. Zur Absicherung dürfen ausschließlich derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, die sich im Risikomanagementsystem abbilden und bewerten lassen. Das im Ausland gebundene Nettovermögen des Konzerns wird grundsätzlich nicht gegen Wechselkursveränderungen abgesichert. Unsere Importe in den Euroraum sind überwiegend höher als die gegengerichteten Exportströme in andere Währungsräume. Variable Zinsvereinbarungen bei Verbindlichkeiten bergen die Risiken steigender Zinsen in sich. Diese Risiken werden im Rahmen des Zinsmanagements bewertet, eingeschätzt und durch den Einsatz von derivativen Zinssicherungsinstrumenten gesteuert. Gegenstand dieser Steuerung sind die zinstragenden Verbindlichkeiten des Konzerns. Alle Zinssicherungsgeschäfte dienen ausschließlich der Steuerung der identifizierten Zinsänderungsrisiken. 2008 wurden umfangreiche Absicherungen der im Jahr 2012 fälligen Tranche C des im Jahr 2007 vereinbarten 13,5 Mrd € syndizierten Kredits vorgenommen, um das Zinsänderungsrisiko langfristig abzusichern. Insgesamt wurden 3,15 Mrd € zu durchschnittlich 4,19 % abgesichert. Es bleibt weiterhin unser Ziel etwa 50 % des Kreditvolumens fix und 50 % variabel verzinst zu halten. |
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Ein Risiko aus Schwankungen des Zeitwerts längerfristiger finanzieller Verbindlichkeiten durch Veränderungen der Kapitalmarktzinsen besteht für den Continental-Konzern nicht, da die Kapitalgeber daraus kein Recht auf vorzeitige Rückzahlung geltend machen können. Zur Reduzierung des Kontrahentenausfallrisikos werden die Zins- und Währungsmanagementgeschäfte nur mit ausgewählten Banken abgeschlossen. Eine Bonitätsanalyse der Kontrahenten findet laufend statt. Interne Abwicklungsrisiken minimieren wir durch eine strikte funktionale Trennung der Aufgabenbereiche. Die konzernweiten Überschüsse oder Unterdeckungen in den einzelnen Währungen aus dem operativen Geschäft werden im Rahmen des zentralen Finanzcontrollings regelmäßig ermittelt und überwacht. Das zentrale Cash-Management nimmt eine regelmäßige Liquiditätsvorschau vor. |